Mit 26 Jahren entschloss sich Malwida von Meysenburg, ihren Traum, Malerin zu werden, zu verwirklichen. Aber damit stellte sich für sie – wie schon für viele ihrer Vorgängerinnen – die Frage, wo und wie sie zu einer guten Ausbildung gelangen konnte.
Die meisten Akademien sahen in ihren Regularien eine Ausbildung für Malerinnen oder Bildhauerinnen nicht vor. Die vieldiskutierte Gender-Ungerechtigkeit führte dazu, dass junge Anwärterinnen nur auf verschlungenen Wegen eine Ausbildung erlangten: bei Maler-Vätern, bei Verwandten oder im Selbststudium. So auch bei Malwida von Meysenburg: mit viel Beharrlichkeit fand sie einen Lehrer in Frankfurt am Main, der ihr Unterricht erteilte. Und für einige Jahre schien es so, als könne diese Laufbahn ihr Lebensweg sein.
Vom Traum eine Malerin zu werden – Malwida von Meysenbugs früher Lebensweg
Vortrag von Dr. Vera Leuschner
In Kooperation mit der Bücherei Kirchditmold e.V.
